A.10 Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung Aargau

Im Gegensatz zu grossen Städten haben sich Agglomerationsgemeinden bislang wenig mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die Siedlungsentwicklung an zunehmende Hitze anpassen lässt. Dieses Projekt sucht Antworten am Beispiel von vier Pilotgemeinden im Kanton Aargau. Wie können sie mit einer klugen Planung den Siedlungsraum verdichten und sich gleichzeitig auf höhere Temperaturen vorbereiten?

Ausgangslage

Fachleute für Siedlungsplanung stehen vor zwei übergeordneten Herausforderungen: Einerseits sollten die Siedlungen verdichtet werden, damit die wachsende Bevölkerung Wohnraum findet, sich die Wirtschaft entwickeln kann und zugleich die Zersiedelung gestoppt wird. Andererseits müssen die Siedlungen so ausgestaltet sein, dass sie den Folgen des Klimawandels entgegenwirken und sich möglichst wenig aufheizen. Die Siedlungsentwicklung nach innen birgt jedoch die Gefahr, dass Grünflächen und Bäume verschwinden sowie versiegelte und unterbaute Flächen zunehmen. Dies erhöht die Hitzebelastung der Bevölkerung und beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität im Freiraum und die Naturwerte. Wie lassen sich die beiden Herausforderungen unter einen Hut bringen? Am Beispiel des Kantons Aargau lässt sich die Fragestellung ideal untersuchen. Denn der Kanton plant, das Bevölkerungswachstum bewusst auf die Kernstädte und die Agglomerationsgemeinden der urbanen Entwicklungsräume zu lenken. Die anstehende Innenentwicklung soll als Chance für die hitzeangepasste Siedlungsentwicklung genutzt werden.

Ziele

  • Das Projekt will die Bedeutung der hitzeangepassten Siedlungsentwicklung in Agglomerationsgemeinden aufzeigen und in Planungsprozessen etablieren.
  • Einbindung und Sensibilisierung der Akteure auf allen Planungsstufen sowie Nutzen von Synergien und gezielter Umgang mit Zielkonflikten. Gemeinden und Planende sind befähigt, das Thema in ihren Planungen umzusetzen
  • Aufzeigen möglicher Wege zur Verankerung und Integration in Planungsprozesse und vorhandene Planungsinstrumente wie Bau- und Nutzungsordnung, Sondernutzungsplanung sowie kantonalem Richtplan.

Vorgehen

  • Recherche und Identifikation von Schlüsselelementen der hitzeangepassten Siedlungsentwicklung – insbesondere durch Interviews und Literaturrecherchen, Auswertung von Luftbildern und Klimadaten der Pilotgemeinden.
  • Einbindung der Akteure mithilfe von Workshops sowie Erarbeitung von Hilfsmitteln für Gemeinden.
  • Wissenstransfer an Gemeinden, Planende und kantonale Fachstellen.

Angestrebte Produkte

  • Merkblätter mit Empfehlungen zur hitzeangepassten Siedlungsentwicklung.
  • Integration der Erkenntnisse in den «Planungswegweiser Siedlungsentwicklung nach innen». Musterformulierungen für Verankerung in formellen Planungsinstrumenten (Bau- und Nutzungsordnung, Sondernutzungsplanung sowie kantonalem Richtplan).
  • Schulungsunterlagen für die Veranstaltung «Gemeinden lernen von Gemeinden» (z.B. Foliensatz).
  • Schlussbericht zur Dokumentation der Projektergebnisse.
Vollständiger Projekttitel: 

Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung in Agglomerationsgemeinden (A.10)

Projektgebiet:

Kanton Aargau

Laufzeit:

Januar 2019 – Juni 2021

Träger: Kanton Aargau, Landschaft und Gewässer, Norbert Kräuchi
Büros: StadtLandschaft GmbH Zürich, Daniel Keller und Cordula Weber; Standpunkt 21 GmbH Zürich, Michèle Bättig; Eckhaus AG Zürich, Christian Blum
Begleitung:

Bundesamt für Umwelt BAFU, Bundesamt für Raumentwicklung ARE

Fachkontakt
Letzte Änderung 08.08.2019

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Kontakt

Daniela Bächli
Projektleiterin Siedlungsentwicklung und Freiraum
Abteilung Raumentwicklung
Kanton Aargau
daniela.baechli@ag.ch
Tel. +41 62 835 32 70

Norbert Kräuchi
Abteilungsleiter ALG
norbert.kraeuchi@ag.ch
Tel. +41 62 835 34 61

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