A.12 Klimaangepasste Arealentwicklung

In Regensdorf wird ein ausgedehntes Gewerbeareal am Bahnhof umgenutzt und neu entwickelt. Der Kanton Zürich nutzt die Gelegenheit, um zusammen mit der Gemeinde und einem Investor ein Pilotprojekt umzusetzen, das eine positive Wirkung auf das lokale Klima entfaltet. Der private Bauträger wird unterstützt, bei der Projektierung und Realisierung seines Gebäudes sowie im Aussenraum technische und gestalterische Massnahmen zu treffen, die eine übermässige Erwärmung des Areals verhindern. Die Erfahrungen werden ausgewertet und für andere Projekte nutzbar gemacht.

Ausgangslage

Das Projektgebiet beim Bahnhof Regensdorf Nord ist gemäss Klimaanalyse des Kantons Zürich bereits heute einer sehr starken Wärmebelastung ausgesetzt. Gleichzeitig weist das Gebiet eine schlechte Durchlüftung auf, so dass lokalen Massnahmen zur Reduktion des städtischen Wärmeinsel-Effekts eine hohe Bedeutung zukommen. Dieses Projekt nimmt sich der Thematik der zunehmenden Überwärmung verdichteter Siedlungsstrukturen im Zuge der Klimaerwärmung an. Exemplarisch sollen Massnahmen im Rahmen eines privaten Bauprojekts umgesetzt werden. Durch die enge Kooperation von Kanton, Gemeinde und Grundeigentümerschaft werden Möglichkeiten und Hürden für eine lokalklimaangepasste Stadtentwicklung identifiziert. Das Projekt dient dazu, den erzielten Mehrwert einer klimagerechten Gestaltung von privaten Arealen zu kommunizieren und letztendlich eine Multiplikatorwirkung für andere Arealüberbauungen zu erzeugen und Widerstände zu reduzieren.

Ziele

  • Umsetzung von Massnahmen der klimaangepassten Stadtentwicklung im Rahmen eines privaten Bauprojekts.
  • Sensibilisierung von Gemeinden in den urbanen Räumen.
  • Sensibilisierung von Investoren aus der Privatwirtschaft über den Mehrwert von Anpassungsmassnahmen ans Lokalklima.
  • Sensibilisierung der Planungs- und Baufachleute.

Vorgehen

  • Kanton formuliert Empfehlung über mögliche Massnahmen zur Berücksichtigung des Lokalklimas zuhanden der Gemeinden und Projektträger, Masterplanung.
  • Projektträger legt im Vorprojekt mit Unterstützung spezialisierter Architekturbüros die wesentlichen gestalterischen Massnahmen fest (Gestaltung Aussenraum, Begrünungsmassnahmen an Gebäuden, etc.).
  • Detaillierte Projektplanung. Der Kanton Zürich berät mit lokalklimatischer und energieplanerischer Fachexpertise. In dieser Phase stehen insbesondere bauliche und technische Massnahmen von lokalklimatischer Relevanz im Zentrum (z.B.
  • Wahl von Oberflächenmaterialien, Wahl des Kühlsystems, etc.).
  • Parallel zu den anderen Arbeiten entwickelt der Kanton Zürich eine Methode zur lokalklimatischen Wirkungsmessung vor und nach der Realisierung.
  • Realisierung des Projektareals (voraussichtlich 2021).
    Projektdokumentation und Kommunikation der Ergebnisse.

Angestrebte Produkte

  • Vier Kurzbroschüren zur Umsetzung (Lokalklimatische Situation und deren Berücksichtigung, Massnahmen am Gebäude, Massnahmen im Aussenraum, Erfolgsfaktoren und Hindernisse).
  • Ausführlicher Schlussbericht für die Fachleute sowie Webauftritt.
  • Fachartikel.
  • Weiterbildungsveranstaltung.
Vollständiger Projekttitel: 

Leuchtturmprojekt zur lokalklimaangepassten Gestaltung privater Bauvorhaben und Arealentwicklungen – Areal Bahnhof Regensdorf Nord (A.12)

Projektgebiet:

Kanton Zürich, Gemeinde Regensdorf

Laufzeit:

Januar 2019 – Dezember 2021

Träger:

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich

Begleitung:

Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Bundesamt für Wohnungswesen BWO

Fachkontakt
Letzte Änderung 25.07.2019

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Kontakt

Thomas Stoiber
Verantwortlicher Verkehr
thomas.stoiber@bd.zh.ch
Tel. +41 43 259 43 55  

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