F.05 Aussenhandel: Dialog mit der Wirtschaft

Untersuchungen zu den ökonomischen Folgen des Klimawandels beschränken sich meist auf die Auswirkungen innerhalb eines Landes. Für eng mit der Weltwirtschaft verflochtene Regionen wie den Grossraum Zürich können jedoch Klimafolgen ausserhalb der Landesgrenzen erheblich ins Gewicht fallen. Dieses Projekt beleuchtet daher, was klimatische Veränderungen auf globaler Ebene für den Wirtschaftsstandort Zürich bedeuten.

Ausgangslage

Der Klimawandel hat nicht nur direkte Auswirkungen in der Schweiz, sondern in hohem Masse auch indirekte Auswirkungen über den Import und Export von Gütern und Dienstleistungen. Klimatische Veränderungen in Beschaffungsländern können beispielsweise zu Produktionsausfällen oder -verzögerungen führen – mit negativen Folgen für Unternehmen, die Produkte importieren. Umgekehrt können klimatische Veränderungen in Absatzländern auch die Nachfrage nach gewissen Produkten und Dienstleistungen beeinflussen. Indirekte Klimaauswirkungen sind für eine stark vernetzte Volkswirtschaft potenziell von grosser Bedeutung, werden aber noch oft unterschätzt. Dieses Projekt analysiert Chancen und Risiken am Beispiel des Wirtschaftsstandorts Zürich und diskutiert sie mit potenziell betroffenen Unternehmen und Verbänden.

Ziele

  • Sensibilisierung privater Unternehmen und Verbände am Wirtschaftsstandort Zürich über die Bedeutung und den Umgang mit indirekten Auswirkungen des Klimawandels.
  • Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen dem Privatsektor und der öffentlichen Hand zu diesem Themenkomplex sowie innerhalb der kantonalen Verwaltung zwischen den Ämtern verschiedener Direktionen (Volkswirtschaft und Bau) und zwischen Stadt und Kanton.

Vorgehen

  • Grobanalyse über mögliche indirekte Chancen und Risiken des Klimawandels für den Wirtschaftsstandort Zürich, bzw. einzelne Branchen.
  • Fallbeispiele zu einzelnen Unternehmen zeigen exemplarisch, wie Unternehmen den indirekten Risiken und Chancen des Klimawandels ausgesetzt sind und/oder welche Erfahrungen sie im Umgang damit bereits gemacht haben.
  • Multi-Stakeholder-Austausch mit ausgewählten Unternehmen und Verbänden, Entwicklung einer Strategie für den Dialog mit Unternehmen.
  • Erarbeitung eines einfachen Instruments für Unternehmen zur Prüfung ihrer Exposition gegenüber internationalen Klimarisiken und -chancen.
  • Verbreitung und Weiterentwicklung der Ergebnisse über einen zielgruppengerechten Dialog mit Branchen und Unternehmen.

Angestrebte Produkte

  • Grundlagenpapier mit einer Analyse der Wirtschaftsverflechtung und möglichen indirekten Auswirkungen des Klimawandels auf den Wirtschaftsstandort Zürich.
  • Fallbeispiele zu indirekten Klimarisiken und -chancen für einzelne Unternehmen und deren Umgang damit.
  • Multi-Stakeholder Austausch zur Festlegung des Ansatzes für den Dialog mit Verbänden und Unternehmen.
  • Instrument zur Prüfung potenzieller indirekter Klimarisiken und Chancen für Unternehmen.
  • Workshops und Dialogveranstaltungen mit Branchen und Unternehmen zur Verbreitung und Weiterentwicklung der Ergebnisse.
Vollständiger Projekttitel: 

Dialog globaler Klimawandel und Unternehmen am Wirtschaftsstandort Zürich (F.05)

Projektgebiet:

Kanton Zürich

Laufzeit:

Januar 2019 – Januar 2021

Träger:

Infras AG

Begleitung: Bundesamt für Umwelt BAFU

Fachkontakt
Letzte Änderung 25.07.2019

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Kontakt

Myriam Steinemann
Bereichsleiterin und Partnerin
myriam.steinemann@infras.ch
Tel. +41 44 205 95 24
 

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