F.09 Fischgerechter Wasserbau

Fische sind besonders stark vom Klimawandel betroffen, insbesondere in Fliessgewässern. Wenn beispielsweise Bäche und Flüsse versiegen, Wassertemperaturen im Sommer stark steigen oder Winterhochwasser den Fischlaich zerstören, sind grosse Vorkommen gefährdet. Zu bedrohlichen Situationen kommt es in den letzten Jahren immer öfter. Dieses Projekt will mit einem breit angelegten Dialog aller betroffenen Kreise das vorhandene Wissen austauschen und wasserbauliche Lösungen aufzeigen, damit die einheimischen Fischarten und -bestände in unseren Gewässern erhalten werden können. Zudem soll die Bewirtschaftungspraxis der Fischereibehörden und der Fischereiverbände im Lichte der Klimaerwärmung überprüft werden.

Ausgangslage

Der Wasserbau hat zur Aufgabe, die Menschen und ihre Siedlungen vor Hochwassern zu schützen und Renaturierungen umzusetzen. In den letzten Jahrzehnten gelang dies mit immer natur- und landschaftsschonenderen Methoden. Doch den für Fische wichtigen klimabedingten Aspekten der Trockenheit, Wassertemperatur und Winterhochwasser wurde bisher noch wenig Beachtung geschenkt. Angesichts der steigenden Temperaturen ist es vordringlich, dass die Klimaszenarien in die Entscheide des Wasserbaus, in die behördliche Bewirtschaftung und in die Hegepraxis der Fischereiverbände einfliessen. Das Projekt unterstützt diesen wichtigen Schritt und leistet damit einen Beitrag zum Erhalt der einheimischen Fische.

Ziele

  • Der Wasserbau berücksichtigt künftig auch die für das Überleben der Fische wichtigen Faktoren Niedrigwasser, Winterhochwasser und Wassertemperatur.
  • Die kantonalen Behörden kennen die Massnahmen zum Erhalt der vorherrschenden Fischarten und wenden sie an.
  • Die Fischereiverbände richten ihre Hegepraxis auf klimaangepasste, wirkungsvolle Massnahmen aus.
  • Die Fischerinnen und Fischer werden von Betroffenen zu Beteiligten.

Vorgehen

  • Stakeholderanalyse und mehrere Workshops mit den Anspruchsgruppen.
  • Bei Bedarf Bildung von Arbeitsgruppen sowie Feldarbeiten.
  • Wissenschaftliche Begleitung.
  • Abschlussberichte, Informationsveranstaltungen, Wissenstransfer, Diffusion.

Angestrebte Produkte

  • Workshop-Berichte.
  • Praxisleitfaden zum Erhalt von vorherrschenden Fischarten.
  • Prozessleitfaden zum Vorgehen, wenn vorherrschende Fischarten verschwinden.
  • Empfehlungen für die behördliche Bewirtschaftungs-Praxis und an die Fischereiverbände.
Vollständiger Projekttitel: 

Trockenheit, Wärme, Winterhochwasser – Fischerei und Wasserbau im (Klima-)Wandel (F.09)

Projektgebiet:

Kantone Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, St. Gallen, Uri

Laufzeit:

November 2018 – Dezember 2021

Träger:

Schweizerisches Kompetenzzentrum Fischerei SKF

Begleitung: Bundesamt für Umwelt BAFU

Fachkontakt
Letzte Änderung 25.07.2019

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Kontakt

Adrian Aeschlimann
Geschäftsführer
a.aeschlimann@skf-cscp.ch
Tel. +41 31 330 28 07  

Kontaktinformationen drucken

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