F.13 Fischschutzmassnahmen bei Hitzeereignissen

Extreme Hitze- und Trockenheitsperioden, wie sie als Folge des Klimawandels immer öfter vorkommen, lassen die Wassertemperaturen in Gewässern zeitweise stark ansteigen. Dies kann bei wärmeempfindlichen Fischarten zu Hitzestress oder zum Tod führen. Im Rahmen dieses Projektes werden die in den Hitzesommern 2003 und 2018 getroffenen Notmassnahmen zum Schutz der Fische im Hochrhein ausgewertet. Ziel ist es, die Massnahmen weiterzuentwickeln und in Form einer Arbeitshilfe für die Fischerei- und Gewässerbehörden der Anrainerkantone verfügbar zu machen.

Ausgangslage

Der Klimawandel führt dazu, dass die Wassertemperatur der Schweizer Gewässer immer häufiger über die Toleranzgrenze empfindlicher Fischarten wie Forellen und Äschen steigt. So lag im Hochrhein die Wassertemperatur in den Jahren 2003 und 2018 längere Zeit über dem kritischen Wert von 25 Grad. Die für die Fischerei verantwortlichen Stellen der Anrainerkantone zwischen dem Bodensee und Basel ergriffen kurzfristig eine Reihe von Notmassnahmen, um die Fische vor Hitzestress zu schützen und deren Überlebenschancen zu verbessern. Dennoch kam es in beiden Jahren zu einem Fischsterben, insbesondere bei den Äschen. Dieses Projekt will die Lehren aus den beiden Ereignissen ziehen und ein praxistaugliches Hilfsmittel schaffen zur fundierten Planung und Umsetzung von Massnahmen zum Schutz der Fische im Hochrhein.

Ziele

  • Verminderung der Morbidität und Mortalität von hitzeempfindlichen Fischarten im Hochrhein.
  • Bessere Akzeptanz von Fischschutzmassnahmen bei Gewässernutzern.

Vorgehen

  • Literaturrecherche über Hitzestress bei Fischen. Zusammenstellen von Informationen zu bisher umgesetzten Notmassnahmen zum Fischschutz und räumliche Erfassung im GIS.
  • Schriftliche Befragung aller Akteure im Projektgebiet und Experten. Auswertung und Aufarbeitung der Ergebnisse.
  • Workshop mit Akteuren aus allen Anrainerkantonen und weiteren Experten. Evaluation und Entwicklung von Massnahmen.
  • Verfassen der Arbeitshilfe «Fischschutz Hochrhein».
  • Präsentation der Ergebnisse des Projektes im Rahmen einer Informationsveranstaltung.

Angestrebte Produkte

  • Arbeitshilfe «Fischschutz Hochrhein». Diese beinhaltet eine Zusammenstellung und Evaluation bisher getroffener Massnahmen, Ansätze zur Weiterentwicklung von Massnahmen und eine Auswahl an möglichen zusätzlichen oder weiterführenden Massnahmen.
Vollständiger Projekttitel: 

Fischschutz Hochrhein – Massnahmen bei Hitzeereignissen (F.13)

Projektgebiet:

Rhein und Mündungsgebiete seiner Zuflüsse zwischen Basel und Bodensee

Laufzeit:

Januar 2019 – Dezember 2019

Träger:

AquaPlus AG

Begleitung: Bundesamt für Umwelt BAFU

Fachkontakt
Letzte Änderung 25.07.2019

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Kontakt

Mathieu Camenzind
mathieu.camenzind@aquaplus.ch
Tel. +41 41 729 30 00  

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