A.09 «Schulen trotzen der Hitze»

Dieses zweisprachige Projekt zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Risiken und Unannehmlichkeiten zu schärfen, welche Hitzeperioden in Schulen bei Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren hervorrufen. Das Vorhaben wird in je einer Schule in Montreux und Locarno durchgeführt und umfasst thermische Untersuchungen, die Analyse der Schulgebäude und eine Sensibilisierungskampagne.

Ausgangssituation

Die Gemeinden Montreux und Locarno zeichnen sich im Vergleich zur restlichen Schweiz durch ein besonders warmes Klima aus. Die Sommer sind heisser, und Hitzewellen treten in diesen Regionen häufiger auf. Dieses Projekt nimmt sich des Problems der starken Hitze an Schulen an. Es befasst sich mit der angepassten Nutzung der Infrastruktur, um Höchsttemperaturen zu vermeiden («Best Practice»-Massnahmen, die eingeführt werden sollen, um Gebäude so kühl wie möglich zu halten) sowie mit den Wirkungen hoher Temperaturen auf die Gesundheit der Kinder, auf ihre Konzentrationsfähigkeit im Unterricht und ihr allgemeines Wohlbefinden. Bisher richteten sich Sensibilisierungskampagnen überwiegend an ältere Menschen. Kinder stellen somit eine Zielgruppe dar, die bislang nicht ausreichend berücksichtigt wurde.

Ziele

  • Identifizieren der Orte, die am stärksten von der sommerlichen Überhitzung und dem eingeschränkten Komfort betroffen sind (hohe Temperaturen in den Klassenzimmern, wenig oder gar kein Schatten im Aussenbereich, usw.).
  • Einfache Optimierungsmassnahmen entwickeln (z. B. Sonnenschutz, Lüftung, Anpassung der Aussenanlagen).
  • Durchführung einer Sensibilisierungskampagne unter den Gebäudenutzern (Schulabwarte, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler). Es geht darum, aufzuzeigen, wie man sich in Hitzeperioden verhalten kann, um die eigene Gesundheit zu schützen und konzentriert zu bleiben.

Vorgehen

  • Das Projekt umfasst eine technische und eine pädagogische Komponente: Auf technischer Ebene bezieht der Ansatz Energie- und Klimabeauftragte, kommunale Gebäudemanager, kommunale Grünflächenverantwortliche, Koordinatoren der Schulabwarte, Gebäudeklimaexperten und andere Projektpartner ein. Auf der pädagogischen Seite involviert sind Energie- und Klimaverantwortliche, Schulleitungen, Gesundheitspersonal, Lehrpersonen und andere Partner. Das im Rahmen des Projekts generierte Wissen wird von den Kindern auch im familiären Umfeld weitergegeben, sodass ein breiteres Publikum erreicht werden kann.

Angestrebte Produkte

«Heisse Schule»-Kit mit folgendem Inhalt:

  • Unterlagen zur Durchführung von thermischen Untersuchungen in Gebäuden und zur Durchführung einer Nutzerbefragung.
  • Praxisleitfaden für Schulabwarte.
  • Unterrichtsmaterialien, die an das Alter der Kinder angepasst sind und sowohl theoretische Informationen als auch Beispiele für Aktivitäten enthalten, die im Klassenzimmer durchgeführt werden können.
Vollständiger Projekttitel: 

«Ça chauffe dans les écoles» / «Fa caldo a scuola» (A.09)

Projektgebiet:

Montreux (VD) und Locarno (TI)

Laufzeit:

Januar 2019 – Dezember 2021

Träger: Bio-Eco Sàrl und CSD Ingegneri (Partner)
Begleitung: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Fachkontakt
Letzte Änderung 25.07.2019

Zum Seitenanfang

Kontakt

Aline Savio-Golliard
Co-directrice
Bio-Eco Sàrl
aline.savio@bio-eco.ch
Tel. + 41 861 00 96

Kontaktinformationen drucken

https://www.nccs.admin.ch/content/nccs/de/home/massnahmen/pak/projektephase2/pilotprojekte-zur-anpassung-an-den-klimawandel--cluster--umgang-/a-09-schulen-trotzen-der-hitze.html