E.01 Modellierung invasiver Arten

Der Klimawandel kann erheblich zur Vermehrung von invasiven gebietsfremden Pflanzen beitragen. Das Ziel dieses Projekts ist es, im Kanton Graubünden ein flächendeckendes GIS-Modell zur Abschätzung der potenziellen Verbreitung des Schmalblättrigen Greiskrauts und des Riesenbärenklaus zu erarbeiten. Das Modell soll für einfache Prognosen im Zusammenhang mit dem Klimawandel verwendet werden. Die Erkenntnisse sollen die Strategie des Kantons zur Bekämpfung der Neophyten ergänzen.

Ausgangslage

Der Kanton Graubünden ist durch seine grossen naturbelassenen Flächen sowie aufgrund der geographischen Lage besonders darauf angewiesen, verlässliche Informationen zur potenziellen Verbreitung von Neophyten zur Verfügung zu haben. Diese erlauben es, vorausschauend auf den Klimawandel zu reagieren. Die bisherigen Potenzialkarten des Bundes reichen dazu nicht aus. Dieses Projekt will ein GIS-Modell erstellen, das flächendeckend regionale Eigenheiten des Kantons Graubünden sowie die aktuellen Klimaszenarien berücksichtigt. Damit lassen sich Massnahmen entwickeln, um der klimabedingten Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten entgegenzuwirken. Die Modellierung soll exemplarisch an zwei ausgewählten Neophyten erfolgen, die im Kanton ein grosses Risiko darstellen: Das Schmalblättrige Greiskraut besiedelt bereits grosse Flächen im Talboden des Churer Rheintals. Der Riesenbärenklau ist mit einigen Ausnahmen im ganzen Kanton häufig vertreten. Er kann als eine Art Referenzpflanze für die mögliche Ausbreitung einer Art dienen.

Ziel

  • Entwicklung eines flächendeckenden GIS-Modells für zwei invasive gebietsfremde Arten im Kantonsgebiet.
  • Modellierung der Einflüsse des Klimawandels auf die potenzielle Verbreitung der Neophyten.
  • Anpassung von Strategien und Massnahmen des Kantons.

Vorgehen

  • Literaturrecherche und Analyse des BAFU-Modells.
  • Resultate des BAFU-Modells für den Kanton Graubünden prüfen.
  • Erarbeitung des flächendeckenden GIS-Modells für den Kanton Graubünden.
  • Analyse möglicher Einflüsse des Klimawandels auf die potentielle Verbreitung der Neophyten.
  • Aufbereitung und Interpretation der Resultate in einem Schlussbericht.
  • Anpassen Strategien und Massnahmen des Kantons, Kommunikation

Angestrebte Produkte

  • Verbreitungskarten aus dem Modell mit dem aktuellen und zukünftigen Potenzial
  • Schlussbericht mit Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Ergänzung der Neophytenstrategie des Kantons Graubünden
Vollständiger Projekttitel: 

GIS Modell zur Verbreitung des Schmalblättrigen Greiskrauts und des Riesenbärenklaus im Kanton Graubünden (E.01)

Projektgebiet:

Kanton Graubünden

Laufzeit:

Januar 2019 – Dezember 2021

Träger:

Egli Engineering AG

Begleitung: Bundesamt für Umwelt BAFU

Fachkontakt
Letzte Änderung 25.07.2019

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Kontakt

Thomas Egli
CEO
egli@naturgefahr.ch
Tel. +41 71 274 09 00  

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