C.06 Gemeinsame Risikobetrachtung von Naturgefahren

Naturereignisse wie Überschwemmungen, Trockenheit und Hagel richten in der Schweiz immer grössere Schäden an. Der Klimawandel kann das verschärfen. Um die Risiken zu reduzieren, ist eine ganzheitliche Risikosteuerung erforderlich, die auch den Klimawandel berücksichtigt. Dieses Pilotprojekt entwickelt und schult eine Methodik, die Risiken identifiziert, das akzeptierbare Mass festlegt und Grundlagen für die Massnahmenplanung liefert. Dabei bezieht sie alle bei der Risikoreduktion involvierten Akteure ein. Neu steht die Frage «Was darf passieren?» im Vordergrund.

Ausgangslage

Der Klimawandel und die damit verbundenen Unsicherheiten werden beim Umgang mit Risiken aus Naturgefahren heute kaum berücksichtigt. Risikoanalysen von Naturgefahren basieren meist nur auf dem Ist-Zustand, beschränken sich auf Kosten-Nutzen-Analysen und werden oft erst nach der Massnahmenplanung durchgeführt. Eine ganzheitliche systematische Methodik fehlt. Sie soll in diesem Projekt entwickelt werden, um den Akteuren (insbesondere Einsatzkräfte, Planer, Behörden, Versicherungen und Eigentümer) eine umfassende Sichtweise von Risiko, Risikoentwicklung und Massnahmen unter Einbezug von Unsicherheiten zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu vermitteln.

Ziele

  • Risikobetrachtungen werden selbstverständlicher Bestandteil des Umgangs mit Naturgefahren und anderen Gefährdungsszenarien.
  • Der Klimawandel wird bei relevanten Gefährdungen einbezogen.
  • Es stehen praxiserprobte Werkzeuge zur Verfügung, um breit abgestützte Massnahmen auf effiziente und effektive Art zu planen und die Risiken zu steuern.
  • Die Akteure entwickeln Risikokompetenz im Umgang mit Naturgefahren und können Änderungen und Unsicherheiten auf ihre Entscheidungsrelevanz überprüfen.

Vorgehen

  • Methodik konkretisieren und mit ausführlichem Fragenkatalog für verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichem Vorwissen ergänzen.
  • Methodik und Materialien in verschiedenen Praxisbeispielen anwenden und testen.
  • Aufbau eines Kurses (inkl. Durchführung eines Pilotkurses) und Etablierung einer Kursorganisation.
  • Unterlagen und Checklisten für die Projektleitenden erarbeiten, die bei der Umsetzung (Planung, Ausschreibung und Durchführung) helfen.
  • Bekanntmachung der Methodik: Fachartikel, Kurzreferat zu Methodik und Praxisbeispielen erstellen.

Angestrebte Produkte

  • Dokumentation ausgewählter Praxisbeispiele in den Kantonen Zürich, Luzern und Tessin (inkl. Erfahrungsbericht).
  • Kursaufbau und Kursunterlagen für Projektleitende: Methodik Schritt für Schritt erklärt, mit Materialien hinterlegt.
  • Verbreitung über Fachartikel, Referate und Marketing für die Kurse.
Vollständiger Projekttitel: 

Reiseführer für den Weg zum akzeptieren Risiko mit Blick auf den Klimawandel (C.06)

Projektgebiet:

Ganze Schweiz

Laufzeit:

Januar 2019 – Juni 2021

Träger:

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Kanton Zürich, Abteilung Wasserbau

Begleitung: Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bundesamt für Raumentwicklung ARE
Projektpartner: 

ETH Zürich 

Fachkontakt
Letzte Änderung 09.08.2019

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Kontakt

Matthias Oplatka
Leiter Sektion Bau
Abteilung Wasserbau
matthias.oplatka@bd.zh.ch
Tel. +41 43 259 32 11
 

Kontaktinformationen drucken

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