Auf der Alpensüdseite ist bis Mitte dieses Jahrhunderts mit einer Erwärmung um 2-4°C gegenüber heute zu rechnen, falls die globalen Treibhausgasemissionen ungebremst weiter ansteigen. Auch wird erwartet, dass der Niederschlag im Sommer wahrscheinlich ab-, im Winter hingegen zunimmt.
Die Inhalte dieser Seite stützen sich auf die Schweizer Klimaszenarien CH2018. Inzwischen wurden die neuen Schweizer Klimaszenarien im Rahmen des Projekts Klima CH2025 veröffentlicht. Sie erweitern die bisherigen Ergebnisse um längere Messreihen und Informationen aus neuen, hochaufgelösten Klimamodellen. Die qualitativen Aussagen bleiben gegenüber den Klimaszenarien CH2018 unverändert, die quantitativen Einschätzungen haben sich jedoch geändert. Es wird empfohlen, die Ergebnisse von Klima CH2025 zu verwenden.
Temperatur
Seit Messbeginn 1864 sind die Temperaturen auf der Alpensüdseite deutlich angestiegen. Wie stark und schnell die Erwärmung fortschreitet, hängt davon ab, wie sich die Menge der Treibhausgase in der Atmosphäre entwickelt. Steigt der Treibhausgasausstoss ungebremst weiter (Emissionsszenario RCP8.5), ist südlich der Alpen mit einer Zunahme der Jahresmitteltemperatur bis Mitte dieses Jahrhunderts um weitere 2,1-3,7°C zu rechnen. Im Sommer ist die Erwärmung dabei grösser als im Winter. Gelingt hingegen eine rasche und weltweite Senkung des Treibhausgasausstosses (Emissionsszenario RCP2.6), kann die zusätzliche Erwärmung auf wahrscheinlich 0,8 bis 1,9°C begrenzt werden.
Niederschlag
Der mittlere Niederschlag in der Südschweiz veränderte sich im 20. Jahrhundert kaum. Ohne wirksamen Klimaschutz (RCP8.5) werden in der Zukunft die Niederschläge in der kalten Jahreszeit wahrscheinlich zunehmen: Klimamodelle zeigen bis Mitte dieses Jahrhunderts eine Veränderung im Bereich von -13 bis +36% über die Monate Dezember bis Februar. Im Sommer ist der Trend zur Niederschlagsabnahme auf der Alpensüdseite weniger deutlich als nördlich der Alpen. Die Niederschlagsänderung bewegt sich in dieser Jahreszeit im Mittel über die Alpenregion in einem Bereich zwischen -22 und +17%. Die meisten Modellrechnungen zeigen aber eine Abnahme der Niederschlagsmenge. Klimaschutzmassnahmen würden auch diese Entwicklungen deutlich abschwächen.auf der Alpensüdseite weniger deutlich als nördlich der Alpen.
Starkregenereignisse nehmen wahrscheinlich in Häufigkeit und Intensität in allen Jahreszeiten zu. Generell ist die Unsicherheit bei Niederschlagsänderungen grösser als bei Temperaturänderungen.
Was bedeutet RCP2.6 und RCP8.5? Die Erklärung der Emissionsszenarien finden Sie hier.
Links
Beobachtete Klimaentwicklung in der Schweiz
Klimaszenarien CH2018 für den Jura
Letzte Änderung 04.11.2025
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