Weitere Projektaktivitäten

Wasserressourcenmanagement

Auch die Schweiz als Wasserschloss Europas kann von lokalen, vorübergehenden Wasserknappheitsproblemen betroffen sein, wie dies der Sommer 2003, der Frühling 2011 oder die Trockenheit 2015 gezeigt haben. Bauten in Grundwasserschutzzonen und -arealen gefährden zudem immer häufiger die Wasserversorgungssicherheit. 

Das BAFU stellt zum Umgang mit diesen Wasserknappheitsproblemen Praxisgrundlagen in drei Modulen zur Verfügung, welche sich nach dem Leitbild Einzugsgebietsmanagement richten. 

Nationales Forschungsprogramm Nachhaltige Wassernutzung (NFP 61)

Das NFP 61 (2008-2013) erarbeitet Grundlagen für einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen. Die 16 Projekte untersuchen die Auswirkungen klimatischer und gesellschaftlicher Veränderungen, identifizieren Risiken und entwickeln Strategien für ein integrales Wassermanagement.

Forschungsprojekt CCHydro: Klimaänderung und Hydrologie in der Schweiz

Das BAFU-Projekt CCHydro (2008-2012) erstellt Szenarien des Wasserkreislaufs und der Abflüsse bis 2050 / 2100 für die verschiedenen Klimaregionen und Höhenstufen der Schweiz. Auf dieser Basis werden die Veränderungen von Abfluss-Extremwerten, Wasserressourcen, Grundwasserinfiltration, Bodenwassergehalt und Wassertemperatur untersucht.

Forschungsprojekt Auswirkungen der Klimaänderung auf die Wasserkraftnutzung

Das Projekt (2008-2011) untersuchte die klimabedingten Veränderungen im Wasserkreislauf sowie die Folgen für den Kraftwerksbetrieb und die Stromproduktion anhand mehrerer Fallstudien in verschiedenen Einzugsgebieten und mit unterschiedlichen Kraftwerkstypen. Auftraggeber: Swisselectric Research, Bundesamt für Energie, Kanton Wallis, Forces Motrices Valaisannes. Leitung und Koordination: Universität Bern, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Netzwerk Wasser im Berggebiet

Projekt CLISP: Climate Change Adaptation by Spatial Planning in the Alpine Space

Das EU-Projekt CLISP (2008-2011) beschäftigte sich mit den Herausforderungen des Klimawandels für die Raumplanung im Alpenraum und erarbeitete erste Ansätze für eine «klimasichere» Raumentwicklung. Schweizer Partner: Bundesamt für Raumentwicklung, Kanton Graubünden. Die Modellregion Graubünden befasste sich v.a. mit dem Thema Wasser. 

Fallstudie Saastal: Anpassung an die Klimaänderung im Berggebiet

Die Fallstudie (2010-2011) analysierte für das Saastal (VS) die möglichen Auswirkungen des Klimawandels, bewertete den Handlungsbedarf und leitete Anpassungsoptionen ab. Das Teilprojekt Wasser beschäftigte sich mit Wasserhaushalt, Wasserverfügbarkeit und Wassernutzung. Träger: Gemeinden des Saastals, Kanton Wallis, Netzwerk Wasser im Berggebiet, Schweizer Berghilfe, Schweizerischer Versicherungsverband, WWF Schweiz und hotelleriesuisse

Bewässerungsgesellschaft Landwirtschaft in der Broye-Ebene

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Trockenperioden haben sich drei Landwirte aus der Broye-Ebene (FR) zu einer Bewässerungsgesellschaft zusammengeschlossen. Mit dem Bau einer gemeinsamen Wasserfassung aus dem Neuenburgersee und eines gemeinsamen Bewässerungsnetzes (2005-2009) können die Kartoffelkulturen der Betriebe nun auch bei Wasserknappheit effizient bewässert werden. Träger: Beteiligte Landwirte, gefördert durch das Amt für Landwirtschaft Kanton Freiburg und das Bundesamt für Landwirtschaft

Pilotprogramm Anpassung an den Klimawandel

Weiterführende Informationen

Fachkontakt
Letzte Änderung 03.06.2016

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Kontakt

Bundesamt für Umwelt BAFU
Klimaberichterstattung und –Anpassung

Papiermühlestr. 172
3063 Ittigen

climate-adaptation@bafu.admin.ch
www.bafu.ch

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NCCS-Themenschwerpunkt: Hydrologische Grundlagen zum Klimawandel

Hydro-CH2018 untersucht, wie sich der Klimawandel auf die Wasserressourcen und die Naturgefahren auswirkt und entwickelt hydrologische Szenarien.

https://www.nccs.admin.ch/content/nccs/de/home/sektoren/wasserwirtschaft/handlungsoptionen/handlungsoptionen1.html