Seen

Natürliche Seen sind wichtige Wasserspeicher der Schweiz. Durch den Klimawandel verändert sich der Wasserzufluss. Wie sich dies auf Wasserstände der Oberflächengewässer auswirkt, hängt davon ab, ob ein See reguliert ist.

Im Vordergrund sieht man den Genfersee. Im Hintergrund befinden sich Berge.

Die natürlichen Seen sind mit rund 130 Kubikkilometer Volumen der zweitgrösste Wasserspeicher der Schweiz. Viele Seen sind reguliert. Das heisst, der Seeausfluss erfolgt über ein Wehr und der Wasserstand wird gemäss Wehrreglement gesteuert. Der Klimawandel wird die Zuflüsse zu den Seen und Reservoiren stark beeinflussen. Bei den unregulierten Seen wird sich dies direkt auf die Seewasserstände auswirken und insbesondere zu tieferen Pegeln im Sommer und Herbst führen. Bei den regulierten Seen kann ein Teil der Auswirkungen abgefangen werden.

Mittlere Wasserstände an den unregulierten Seen Bodensee und Walensee

Mittlere Wasserstände an den unregulierten Seen Bodensee und Walensee
In der Periode 1991–2015 haben die Wasserstände im Sommer im Vergleich zur Periode 1961–1980 deutlich ab-, diejenigen im Winter leicht zugenommen.
© Messdaten BAFU

Durch das Abschmelzen der Gletscher entstehen in den Alpen zudem neue Seen, Bäche und Auenlandschaften. Forschende der Universität Zürich schätzen, dass bis zu 500 Seen mit einer Fläche von 50 Quadratkilometer und einem Volumen von 2 Kubikkilometer entstehen könnten. Kleinere Seen werden aber relativ schnell wieder verlanden.

Letzte Änderung 13.03.2021

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Hydrologische Grundlagen zum Klimawandel

Hydro-CH2018 untersucht, wie sich der Klimawandel auf die Wasserressourcen und die Naturgefahren auswirkt, und entwickelt hydrologische Szenarien.

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